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Sonja

Andresen

Rechtsanwältin
Fachanwaltin für Familienrecht

Mediatorin (DAA)
Notarin

Was ist Mediation?

Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren zur nachhaltigen Lösung von Konflikten.

Der Mediator unterstützt die Beteiligten in einer strukturierten Verhandlungsführung, selbst eine ihren Bedürfnissen und Interessen am besten dienende Einigung zu finden. Der Mediator ist darin ausgebildet, das Gespräch zwischen den Beteiligten in der Mediation so zu gestalten, dass wertschätzend und fair die eigentlichen Probleme herausgearbeitet werden. Die Beteiligten kommen in der Mediation wieder miteinander ins Gespräch und können selbstverantwortlich handeln.

Den Beteiligten wird nicht in einem kostspieligen, langen und vom Ergebnis womöglich unbefriedigendem Gerichtsverfahren eine Lösung des Konflikts durch ein Urteil oder einen Beschluss vorgegeben. Die Beteiligten können vielmehr selbst in der Mediation schnell, umfassend und flexibel alle die ihnen wichtigen Streitpunkte einer Einigung zuführen.

Dabei wird in der Mediation eine sogenannte Win-Win-Lösung angestrebt. Das heißt, es gibt keine Verlierer wie in einem Gerichtsverfahren. Es gibt nur Gewinner, da die Lösung des Konfliktes die Interessen aller am Streit Beteiligten befriedigt.

Zur Verdeutlichung nachfolgendes – in der Mediation allgemein bekanntes - Beispiel:

Die Kinder A und B streiten um eine Apfelsine. Die Mutter teilt schließlich die von beiden Kindern begehrte Apfelsine in zwei Hälften und gibt jedem Kind eine Hälfte. Beide Kinder sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden.

Hätte die Mutter im Gespräch erfragt, warum jedes Kind die Apfelsine haben möchte, so hätte sie von A erfahren, dass A die Schale der Apfelsine benötigt, um einen Kuchen zu backen. B hätte der Mutter mitgeteilt, dass sie den Saft der Apfelsine trinken möchte.

Im Ergebnis hätte folglich jedes Kind das bekommen können, was es wollte. Es wäre nicht erforderlich gewesen, nur jedem Kind die Hälfte der Apfelsine zukommen zu lassen. Eine Teilung der Apfelsine wäre auf anderem Wege möglich gewesen, um die Interessen der Kinder zu befriedigen und insgesamt Frieden zu stiften.

Dieses Beispiel verdeutlicht das Anliegen und die Möglichkeiten einer Mediation:

Im Gespräch werden die eigentlichen Interessen erarbeitet und nach einer Lösung gesucht, wie die individuellen Bedürfnisse aller Beteiligten zufriedenstellend befriedigt werden können.

 

Der „Mehrwert“ dieser Lösungen liegt auf der Hand.

 

Die Mediation eignet sich besonders für folgende Bereiche:

  • Trennung und Scheidung, Familienrecht

  • Arbeitsrecht, Mietrecht, Erbrecht

  • Unternehmensnachfolge, insbesondere in Familienbetrieben

  • Konflikte in Unternehmen

  • Nachbarschaftskonflikte

  • Konflikte innerhalb einer Familie

Die Dauer des Verfahrens der Mediation hängt von dem Konfliktgegenstand ab. In der Regel dauert die Mediation 5 bis 10 Sitzungen, wobei pro Sitzung 1 ½ bis 2 Stunden vorgesehen sind. Die Sitzungen können auf Wunsch auch am Wochenende stattfinden.

Der Mediator rechnet die Kosten der Mediation nach einem Stundensatz ab.

Einige Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten einer Mediation.

 
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Merkmale der Mediation

Die von Frau Andresen als Mediatorin in Meldorf, Heide und St. Michaelisdonn durchgeführte Mediation wird durch bestimmte Merkmale geprägt, die grundsätzlich für jede Mediation typisch sind. Damit Sie diese Merkmale der Mediation besser verstehen können, finden Sie dazu nachstehende Erklärungen.

- Allparteilichkeit -

Die Mediatorin ist nicht parteiisch. Die Mediatorin ist den einzelnen Personen in der Mediation gleichermaßen zugewandt und ist bemüht, durch einen verantwortlichen Verfahrensverlauf eine Klärung des Konfliktes herbeizuführen.

- Einbeziehung aller Konfliktparteien -

In die Mediation werden alle Parteien, die von dem Konflikt betroffen sind, einbezogen. Alle Personen bringen ihr Wissen ein und arbeiten gemeinsam an einer Konfliktlösung.

- Freiwilligkeit -

Jeder Partei bleibt die Teilnahme an einer Mediation freigestellt. Soweit eine Partei oder auch die Mediatorin während des Verfahrens zu dem Schluss kommt, eine konstruktive Arbeit sei nicht mehr gegeben, kann die Mediation jederzeit beendet werden.

- Eigenverantwortung der Teilnehmer -

Die freiwillig an einer Mediation teilnehmenden Konfliktparteien handeln eigenverantwortlich. Die Mediatorin unterstützt die Parteien bei der Suche nach eigenen Lösungen des Konflikts. Die Parteien selbst bleiben aber die Experten in ihrer Sache und haben auch verantwortlich für die Ergebnisse der Mediation einzustehen.

- Informiertheit -

Es ist wichtig, dass die Beteiligten über ihre eigene Situation, über alle für den Konflikt relevanten Punkte sowie über die Prinzipien der Mediation informiert sind. Die Informationen sind im Mediationsverfahren offenzulegen, um diese bei der Lösungsfindung mit berücksichtigen zu können.

- Ergebnisoffenheit -

Die Beteiligten müssen im Hinblick auf eine gemeinsame Lösung offen sein und die Bereitschaft haben, diese Lösung auch umzusetzen. Außerhalb der Mediation dürfen keine Entscheidungen getroffen werden, die darauf gerichtet sind, eine spätere Lösung zu beeinträchtigten oder gar zu verhindern.

- Vertraulichkeit -

Die in der Mediation besprochenen Inhalte werden von den Beteiligten und der Mediatorin vertraulich behandelt. Diese besondere Verpflichtung wird in einem Mediationsvertrag festgehalten.

Sollten Sie noch Fragen zu den Merkmalen der Mediation haben, lassen Sie sich bitte einen Besprechungstermin bei Frau Andresen in Meldorf, Heide oder St. Michaelisdonn geben.

 
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Phasen der Mediation

Ablauf der Mediation

Frau Andresen steht Ihnen als ausgebildete Mediatorin für die Mediation in der Kanzlei Ahl und Kollegen in Meldorf, Heide und St. Michaelisdonn zur Verfügung. Sollten Sie noch nicht wissen, ob die Mediation für Sie der richtige Weg für die Lösung von Konflikten ist, bietet Frau Andresen ein kostenloses Informationsgespräch hierüber an. Das Familiengericht kann im Rahmen eines Konflikts bei Trennung und Scheidung den Hinweis auf ein Informationsgespräch zur Mediation erteilen. Frau Andresen bescheinigt Ihnen kostenlos für das Gericht Ihre Teilnahme an einem solchen Informationsgespräch.

Erste Phase der Mediation

Soll es zu einer Mediation kommen, so erfolgt in der ersten Phase nach Bekanntgabe allgemeiner Informationen zur Mediation eine erste Konfliktanalyse. Organisatorische und verfahrensrelevante Fragen zur Mediation werden geklärt. Der Mediator und die Beteiligten schließen einen Mediationsvertrag ab, deren Inhalt zuvor zusammen besprochen wird. Ergänzungs- und Änderungswünsche werden dabei berücksichtigt.

Dritter Phase der Mediation

In der dritten Phase der Mediation werden die einzelnen Themen besprochen. Dabei erfolgt die Klärung der jeweils hinter den Streitpositionen stehenden Interessen und Bedürfnisse der Beteiligten. In der Mediation werden diese Interessen – meistens erstmalig – von den Beteiligten erkannt und verstanden.

Fünfte Phase der Mediation

In der fünften Phase der Mediation werden die einzelnen Lösungsansätze besprochen und auf ihre Umsetzbarkeit überprüft. Es gilt eine Einigung zur nachhaltigen Beilegung des Streits zu finden, die – wenn möglich – sogar eine Win-Win-Lösung für alle Beteiligten bietet.

Zweite Phase der Mediation

In der zweiten Phase der Mediation schildern die Beteiligten den Konflikt jeweils aus ihrer Sicht. Daraus ergeben sich die zu besprechenden Themen.

Frau Andresen achtet als Mediatorin darauf, dass genügend Raum und Möglichkeit für die Benennung der Themen zur Verfügung steht. Die in der Mediation benannten Themen werden von Frau Andresen visualisiert. Die Beteiligten erhalten Protokolle vom Ablauf der Mediation.

Vierte Phase der Mediation

In der vierten Phase der Mediation können aufgrund der verstandenen Interessenlage der Beteiligten eine Vielzahl von Ideen zur Lösung der Konflikte erarbeitet werden.

Sechste Phase der Mediation

Nach Auswahl der bestmöglichen Lösung wird in der sechsten Phase der Mediation diese Lösung verbindlich in einer schriftlichen Mediationsvereinbarung festgehalten; soweit (rechtlich) erforderlich oder erwünscht, kann eine Beurkundung beim Notar erfolgen.

Sollten Sie noch Fragen zum Ablauf der Mediation haben, lassen Sie sich bitte einen Besprechungstermin bei Frau Andresen in Meldorf, Heide oder St. Michaelisdonn geben.

Mediation im

Familienrecht

"Als Fachanwältin für Familienrecht liegt mir besonders die Mediation im Familienrecht am Herzen."

Sonja Andresen

 

Nach der Trennung von Eheleuten müssen die Trennungsfolgen geregelt werden, was nicht selten zu heftigen Auseinandersetzungen führt. Kommt es sogar zu Gerichtsverfahren, leiden nicht nur Nerven und Geldbeutel der Eheleute, sondern auch und gerade die gemeinsamen Kinder als mittelbar Betroffene. Das Mediationsverfahren bietet die Möglichkeit, dieses zu vermeiden und den Eheleuten eine Perspektive aufzuzeigen, auch nach der Trennung respektvoll miteinander umzugehen. Dieses ist bei Vorhandensein gemeinsamer Kinder wichtig, denn eines ist klar:

Auch nach der Trennung und Scheidung bleiben die Betroffenen grundsätzlich aufgrund des gemeinsamen Sorgerechtes zusammen verantwortlich für das Wohl ihrer Kinder. Selbst wenn man sich als Paar nichts mehr zu sagen hat und am liebsten keinerlei Kontakt mehr zu dem jeweils Anderen hätte, als Eltern muss man weiterhin miteinander auskommen.

Soweit der erforderliche Kontakt von Streit geprägt ist, wird es nicht nur den Eltern selbst sondern auch den Kindern schlecht gehen. Die Kinder stehen zwischen den Fronten, haben sowohl Mama als auch Papa lieb und möchten keinen von beiden verletzen. Nicht selten werden die Kinder in den Konflikt mit hinein gezogen und können dadurch krank werden; müssen im schlimmsten Fall zu ihrem Schutz in eine Pflegefamilie gegeben werden.

Eine Familienmediation hilft, dieses zu vermeiden. Die Konflikte können beigelegt und einvernehmlichen Lösungen zugeführt werden. Dieses führt zu einem besseren Umgang der Kindeseltern untereinander - letztlich (auch) zugunsten der gemeinsamen Kinder.

So können im Wege der Mediation beispielsweise einvernehmliche Regelungen getroffen werden hinsichtlich: 

  • allgemeine Regelungen zum Getrenntleben,

  • zur Ehescheidung,

  • der elterlichen Sorge,

  • dem Umgang mit dem Kind bzw. den Kindern,

  • Unterhalt für Kinder,

  • Unterhalt für Ehegatten,

  • Regelungen zur Ehewohnung,

  • Aufteilung von Haushaltsgegenständen,

  • zum Versorgungsausgleich,

  • der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung

 

Je besser die Eltern es schaffen, die mit der Trennung einhergehenden Fragen gütlich zu regeln und weiterhin fair miteinander umzugehen, so unbeschadeter erleben die gemeinsamen Kinder die Trennung und die damit verbundenen Folgen.

Aber auch die Kindeseltern oder kinderlose Paare profitieren von den in einer Mediation selbst erarbeiteten Lösungen ihrer Konflikte. Sie können ihre Einigung interessengerecht gestalten. Die selbst entwickelten Lösungen werden besser verstanden und akzeptiert. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass Ruhe und Frieden einkehrt und womöglich die Beteiligten bei Veränderungen ohne fremde Hilfe eine Anpassung ihrer Einigung finden können – das Gesprächsklima wurde durch die vorangegangene Mediation verbessert.

Ein Gerichtsverfahren bietet hingegen in der Regel nicht die Möglichkeit, wieder miteinander  ins Gespräch zu kommen. Stattdessen wird womöglich eine Gerichtsentscheidung gefällt, die die Beteiligten sich als Gewinner oder Verlierer fühlen lässt und zudem noch eine ganze Menge Geld kostet. Es werden neue Konflikte geschürt. (Rechts-)Frieden kann nicht einkehren. Nutzen Sie daher die Chance der Mediation – auch und gerade im Familienrecht.